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19.05.2020 Feuer Biogasanlage Treia

Brand_Biogas_Treia_19.05.20

Die Löscharbeiten an einem Fermenter zogen sich über die ganze Nacht hin. 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

 

von Claudia Kleimann-Balke
20. Mai 2020, 11:46 Uhr

Treia | „Wir haben es zum Glück nicht so häufig mit derart komplexen Lagen zu tun“, fasste Stephan Peltzer, stellvertretender Wehrführer, seine Eindrücke der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zusammen. Schon am Nachmittag war die Freiwillige Feuerwehr Treia alarmiert worden. Es hieß: Rauchentwicklung in einer Biogasanlage. Die Folie eines Fermenters hatte Feuer gefangen.

Nach erster Sichtung der Lage war klar, dass es sich um einen großen Brand handelte und die Kapazität der ortsansässigen Wehr nicht ausreichen würde, um den Brand in den Griff zu bekommen. Die Leitstelle alarmierte daraufhin auch die Wehren aus Silberstedt, Esperstoft, Oster-Ohrstedt, Ahrenviölfeld, den Einsatzleitwagen aus Tarp und den Rettungsdienst.

– Quelle: https://www.shz.de/28388102 ©2020

Weil beim Verbrennen von Kunststoffen in der Regel Brandabfallprodukte entstehen, ist auch der Löschzug-Gefahrgut angefordert worden. Stephan Peltzer (stellvertretender Wehrführer)

 „Die Kollegen haben unter anderem kontinuierlich Schwefel- und Chlorgaswerte überprüft, die sie aber nur in geringen Konzentrationen nachweisen konnten.“ Dennoch wurden die Anwohner über Radio gewarnt und zur Sicherheit darum gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Wehren hatten es mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig zu tun: Neben dem recht unwägbaren Gelände musste sichergestellt werden, dass der Brand sich nicht auf die anderen drei Fermenter der Anlage ausbreitete. Darüber hinaus war der Einsatz enorm personalintensiv. „Wegen der hohen Rauchentwicklung konnten wir uns dem Feuer nur mit schwerem Atemschutz nähern“, erklärte Einsatzleiter Michael Nissen. „Weil die körperliche Belastung unter Atemschutz enorm hoch ist, werden die Kollegen nach spätestens 30 Minuten abgelöst. Nach einer Erholungsphase sind sie ein zweites Mal in den Einsatz gegangen. Danach ist die körperliche Kraft erschöpft.“

Für die Versorgung der Feuerwehrleute ist die Schnell-Einsatz-Gruppe Logistik der Johanniter angefordert worden. Um auch den hohen Materialeinsatz, zum Beispiel Druckluftflaschen und Wasserschläuchen, zu gewährleisten, war das Fahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Kreises ebenfalls angerückt.

Gegen 22.30 Uhr war der Brand so weit unter Kontrolle, dass die Löscharbeiten unterbrochen werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt wurde nur noch mit Löschwasser gekühlt und eine Brandwache eingerichtet. Etwa eine Stunde später mussten die Wehren aus Treia und Silberstedt aber erneut ausrücken. Der Fermenter hatte wieder angefangen zu brennen – diesmal deutlich stärker als zuvor. „Es war massiver Schaumeinsatz erforderlich, um das wieder in den Griff zu bekommen“, erklärte Stephan Peltzer. Zur Unterstützung war die Wehr aus Husum mit ihrem Leiterwagen angefordert worden, damit der Brand direkt von oben bekämpft werden konnte. „Gegen 4 Uhr am Morgen war das Feuer dann endlich gelöscht“, ergänzte er.

Brandursache ist noch unklar

Eine Spezialfirma für Biogasanlagen wird sich vor Ort der Brandstelle nähern, die noch übrige Folie anheben und damit verhindern, dass es zu einem erneuten Anfachen möglicher Glutnester kommt. Auch die genaue Brandursache wird noch zu klären sein. Bisher können nur Wartungsarbeiten als Grund vermutet werden. „In dieser Nacht waren insgesamt 150 Kameradinnen und Kameraden verschiedener Wehren im Einsatz. Ein Atemschutzgeräteträger wurde durch den Rettungsdienst betreut. Alle anderen sind wohlauf. Viele haben bei diesem schwierigen Einsatz die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit erreicht“, betont Michael Nissen. „Wir sind stolz auf unsere Mannschaften und darauf, wie großartig und verlässlich wir gemeinsam, kreisübergreifend arbeiten können. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

– Quelle: htts://www.shz.de/28388102 ©2020

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